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Neue Ideen für Kurorte

30. April 2018

Die Geschichte der Kur ist untrennbar mit der Medizingeschichte verbunden. Sie führt zurück in die Vergangenheit alter Kulturen und Zivilisationen. Viele frühere Völker verbindet die Gemeinsamkeit göttlicher Verehrung der vier Elemente Wasser, Luft, Erde und Feuer. Später wurden daraus Kurorte mit natürlichen Heilvorkommen. Nun gehen die Betriebe neue Wege.
Von Martin Rümmele
 

Drei Wochen. So lange dauert ein Kuraufenthalt, der von der Pensionsversicherung oder Krankenkassen bezahlt wird. Die Idee dahinter ist simpel: Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge und Kur dienen bei Berufstätigen der Erhaltung der Leistungsfähigkeit. Bei Pensionistinnen und Pensionisten soll Pflegebedürftigkeit vermieden oder zumindest reduziert werden. Kombiniert werden die Angebote mit den natürlichen Heilvorkommen in Kurorten wie warmen Heilquellen, Moor, Heilstollen oder Heilwässern.
Die Pensionsversicherung (PVA) hat nun ein neues Angebot gestartet, das noch stärker bei einer Lebensstiländerung helfen soll – die sogenannte Gesundheitsvorsorge Aktiv (GVA).
Sie soll die klassische Kur ablösen. Bei der GVA handelt es sich um eine neue Maßnahme der Gesundheitsvorsorge bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates.

„Mit der GVA stellt sich die Pensionsversicherung den Anforderungen an eine moderne Gesundheitsvorsorge. Nach einer dreijährigen Pilotphase, in der wir die medizinische Wirksamkeit des neuen Modells mit wissenschaftlicher Begleitung erfolgreich erprobt haben, beginnen wir nun mit der österreichweiten Ausrollung“, zeigt sich PVA-Obmann Manfred Anderle erfreut. Er fügt hinzu, dass „wir damit nach und nach die bisherige Kur, die in den letzten Jahren mehrfach kritisiert wurde, nunmehr auf neue Beine stellen werden.“

Insgesamt soll die GVA zu einem verbesserten Lebensstil und einer gesteigerten Lebensqualität beitragen und damit auch mehr gesunde Lebensjahre für die Patientinnen und Patienten bringen. Im Vergleich zum bisherigen Kurmodell stehen mehr Aktivtherapien am medizinischen Programm. Zusätzlich werden je nach medizinischer Notwendigkeit die Bewegungsoptimierung, die Bewegungsmotivation und die mentale Gesundheit der Patientinnen und Patienten besonders gefördert. Die normale Dauer eines stationären GVA-Aufenthaltes beträgt weiterhin 22 Tage.

Die traditionellen Kurorte haben zu diesem Zweck nun kräftig investiert und das Angebot umgestellt. Kuren mit natürlichen Heilvorkommen wird es dennoch weiter geben – als Zusatzangebot, als Leistungen von Krankenversicherungen und als private Angebote.

In der Steiermark setzt man etwa in den kommenden Wochen im Rahmen der „Echt.gsund-ThermalWasserWochen 2018“ alles auf das einzigartige Gut des Thermenland Steiermark: das heilkräftige Thermalwasser und dessen gesundheitsfördernde und stressabbauende Wirkung. Von 12. Jänner bis 22. März bieten alle sechs Thermen (Parktherme Bad Radkersburg, Therme der Ruhe Bad Gleichenberg, Therme Loipersdorf, Rogner Bad Blumau, Heiltherme Bad Waltersdorf und H2O Hoteltherme Bad Waltersdorf) mit einem vielseitigen Rahmenprogramm interessante Blicke hinter die Kulissen. Das Ende der „ThermalWasserWochen 2018“ wird am 22. März, mit dem Tag des Wassers, gefeiert. Auch an diesem Tag wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die Gäste des Thermenland Steiermark, bei dem das heilkräftige Thermalwasser im Mittelpunkt steht.
Höhepunkt ist heuer auch der vierzigigste Geburtstag der Thermalwasserquelle in Bad Radkersburg. Zu diesem Anlass wurde das Quellengebäude der Parktherme Bad Radkersburg rundum revitalisiert und lädt während der „ThermalWasserWochen“ jeden zweiten Dienstag zur Thermalwasser-Quellenführung „Thermalwasser, das weiße Gold“ ein.

Im Burgenland wurden vor einem halben Jahr das Kurzentrum Bad Tatzmannsdorf und das Gesundheitsresort Bad Tatzmannsdorf neu ins „Jetzt“ gestellt. Der neue Name „Reduce“ hat die Wurzeln im Lateinischen - Reducere heißt zurückführen. Zurück zum Eigentlichen - zur Gesundheit und zum Wohlbefinden. Mit Heilmoor, kohlensäurehaltigem Heilwasser und Thermalwasser verfügt das Resort österreichweit über ein einzigartiges Gesundheitsangebot. Die Konzentration auf diese drei Naturheilvorkommen vor Ort in Verbindung mit kompetenter medizinischer und therapeutischer Betreuung und bewusstem Urlaubsgenuss, ist eine Besinnung auf die Stärken des Resorts. Die medizinischen und touristischen Angebote wurden zu kompakten Gesundheitsmodulen gebündelt. „Wir gehen mit den Ansprüchen der heutigen Gesellschaft und setzen auf ganzheitliche Betreuung. ‚Reduce’ ist für uns die Konzentration auf das Wesentliche: das Zusammenspiel aus der Kraft der Natur, Medizin, Entspannung und Kulinarik“, sagte Vorstandsdirektor Dr. Leonhard Schneemann bei der Präsentation.

Einen neuen Namen haben sich mit Jahresbeginn auch die Kurbetriebe der Marienschwestern vom Karmel in Oberösterreich gegeben – Kur wird dort künftig „C“ geschrieben. Das „CURHAUS Bad Kreuzen“ und „CURHAUS Bad Mühllacken“ wollen mit neuem Namen Tradition und Moderne vermitteln. Beide trugen schon zu Beginn des Kurbetriebs das „C“ im Namen, als „BADE- und CURHAUS Mühllacken“ und Kaltwasser Heilanstalt in Bad Kreuzen mit großem „CURSAAL“. Nach intensiver Vorarbeit des gesamten Teams unter der Leitung des Geschäftsführers Friedrich Kaindlstorfer erfolgt mit Mitte des Jahres 2018 die Zusammenführung der zwei Mühlviertler Kurbetriebe in die „CURHAUS Marienschwestern GmbH“. Inhaltlich setzt man stark auf die Traditionelle Europäische Medizin.

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