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Komplementärmedizin

Wörtlich: ergänzende Medizin. Moderner, viel gebrauchter Begriff zur Umschreibung eines pluralistischen Ansatzes in der Medizin, der das Spektrum der naturwissenschaftlichen oder „Schul“medizin ergänzt um traditionelle natur- und erfahtungsheilkundliche Ansätze. Die Betonung liegt in den komplementärmedizinischen Ansätzen auf der Selbstregulation und Selbstheilungskraft des Organismus. Eine komplementäre Medizin versucht diese innewohnende Potenz im Organismus zu stärken oder wieder in Gang zu bringen und die richtige Ebene der Intervention herauszufinden: psychisch, sozial, körperlich oder eine Kombination aus diesen.

Unter Komplementarität wird generell die Zusammengehörigkeit scheinbar widersprüchlicher, sich aber ergänzender Merkmale eines Objektes verstanden. Ein anschauliches Beispiel dafür sind die chinesischen Prinzipien von Yin und Yang , die Passives und Aktives zu einem Ganzen vereinigen.

Im Falle der Komplementärmedizin bezieht sich die Komplementarität also auf zweierlei:
auf das Zusammengehören des akademischen, naturwissenschaftlichen Ansatzes und des erfahrungsheilkundlichen, nicht kausalen Ansatzes
auf das Zusammengehören der körperlichen Ebene eines Krankheitsgeschehens mit der psychischen und sozialen Ebene

Auch im internationalen Sprachgebrauch hat sich die Bezeichnung Komplementärmedizin ziemlich durchgesetzt, vor allem in der Form Complementary and Alternative Medicine (CAM).